Keyword-Recherche: Die richtigen Schlagwörter für einen Artikel
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Suchmaschinenoptimierung (SEO)

Keyword-Recherche: Die richtigen Schlagwörter für einen Artikel

Generell gilt: Je spezieller die Inhalte, desto größer ist die Wahrschein­lichkeit, eine gute Platzierung in den Suchmaschinen zu erreichen. Das sogenannte »Ranking« beeinflussen Sie maßgeblich, indem Sie Ihr Material sinnvoll aufarbeiten. Denn ein Dokument wird nur dann Teil eines Suchergebnisses, wenn es das gesuchte Wort als Begriff enthält.Darum gehört zu den wichtigsten Aufgaben die Wahl der geeigneten Schlüsselwörter.

Im Suchmaschinenoptimierer-Slang heißen diese Keywords. Damit Keywords Aufmerksamkeit erzeugen, müssen sie den Inhalt optimal wiedergeben. Gleichzeitig müssen sie aber genau den Schlagwörtern entsprechen, die vom Surfer in das Suchfeld der Suchmaschine eingegeben werden. Um geeignete Keywords zu finden, sollten Sie sich die folgenden Fragen stellen:

  • Welche Ziele verfolgt meine Website?
  • Welche Informationen, Produkte oder Dienstleistungen biete ich an?
  • Welche Zielgruppe möchte ich ansprechen?
  • Welche Suchbegriffe würde ich selbst benutzen, wenn ich zu meinem Thema Informationen finden wollte?

Achten Sie vor allem auch darauf, Synonyme, Abkürzungen und Begriffe aus der Umgangssprache zu verwenden. Surfer, die einen Blumenladen in ihrer Nähe suchen, geben statt »Florist« wohl eher »Blumen«, »Blumenladen« oder »Blumengeschäft« in die Suchmaske ein. Erstellen Sie sich deshalb eine Liste, die alle möglichen Keywords aus Fachbegriffen, Synonymen und umgangssprachlich verwendeten Begriffen beinhaltet. Firmennamen eignen sich in aller Regel nicht dafür, Gattungsbegriffe bzw. Bezeichnungen für Produkte und Musikkategorien aber schon.

Hilfreiche Werkzeuge und Tipps für die Keyword-Suche

Neben der eigenen Suche lohnt es sich manchmal auch, die Konkurrenz auszuspionieren. Schauen Sie doch einfach mal bei Ihrem Nachbarn im HTML-Quellcode zwischen den <head>-Tags nach. Häufig finden sich dort interessante Suchbegriffe in den <meta>-Tags. Achten Sie aber darauf, keine Markennamen anderer Hersteller zu verwenden. Das könnte im schlimmsten Fall zu einer Abmahnung führen.

Ein weiterer Trick zur Überprüfung möglicherweise geeigneter Suchwörter ist die Eingabe der Begriffe bei den Suchriesen. Google, Bing und Yahoo! geben bei jedem Suchergebnis auch die Anzahl der gefundenen Dokumente an, die den Begriff enthalten. Je geringer die Anzahl der gefundenen Seiten hinsichtlich des Suchbegriffs ist, desto leichter sollte eine gute Platzierung sein.

Selbstverständlich bringt es nichts, sich mit einem Suchwort zu platzieren, dass kein Suchender eingibt. Bei beliebten Suchwörtern oder Wortkombinationen wie z.B. »MP3 Download« hat man aber kaum eine Chance, unter die ersten 30 Suchergebnisse zu kommen. In einem solchen Fall bewegt man sich besser in die Nische und versucht eine Kombination wie z.B. »MP3 Chillout Download«. Kommen Sie mit dieser Kombination in die Google-Top-10, finden mehr Benutzer Ihre Website, als würden Sie mit »MP3 Download« auf Platz 100 von 222.000.000 Ergebnissen rangieren. Denn für »MP3 Chillout Download« liefert Google »nur« 1.380.000 Ergebnisse, und die hinteren Ergebnisse konsultieren Suchende so gut wie gar nicht.

Im Weiteren stelle ich Ihnen ein paar äußerst hilfreiche Werkzeuge vor, die Ihnen helfen, die geeigneten Keywords zu finden. Aber auch Textverarbeitungen wie Word unterstützen Sie mit dem Thesaurus dabei, mögliche interessante Synonyme zu finden.

Google AdWords Keyword-Planer

Google AdWords Keyword-Planer: Wer seine Inhalte für Suchmaschinen optimiert, kommt an Google nicht vorbei. Um ein wenig Liebe von der Suchkrake abzubekommen, lohnt sich ein genauerer Blick auf den Google AdWords Keyword-Planer. Dieses Werkzeug ist Teil des Google-Werbeprogramms und seit geraumer Zeit benötigen Sie ein Google Adwords-Konto, um den Google AdWords Keyword-Planer zu nutzen.

Google AdWords erlaubt jedem die Schaltung und Verwaltung eigener Werbekampagnen auf den Google-Suchseiten. Da die Werbung inhaltsbezogen und von den jeweils eingegebenen Suchwörtern abhängig ist, unterstützt Google Werbetreibende mit dem Google AdWords Keyword-Tool. Google will schließlich Geld verdienen, und je relevanter und erfolgreicher die Werbeanzeige ist, desto mehr Geld setzt Google um, und desto wahrscheinlicher ist es, dass glückliche Werbekunden erneut Werbekampagnen fahren.

Nehmen wir als Beispiel »Hundefutter«. Wenn Sie diesen Begriff im Google AdWords Keyword-Tool eingeben, erhalten Sie eine lange Liste an Kombinationen. Daraus filtern Sie diejenigen Wörter und Kombinationen, die zu Ihrem Text passen. Das könnten z.B. die folgenden sein:

  • hundefutter trockenfutter
  • tiernahrung hundefutter
  • bio hundefutter
  • hundefutter online
  • gutes hundefutter
  • hundefutter bestellen
  • hundefutter trocken
  • gesundes hundefutter
  • futter
  • tierbedarf
  • nassfutter
  • hundenahrung

Keywords mit dem MetaGer-Web-Assoziator finden: Eine ähnliche, aber unabhängige und andere Methode, Keywords zu recherchieren, bietet der MetaGer-Web-Assoziator. Über diesen habe ich noch folgende zum Thema »Hundefutter« passende Begriffe gefunden, die ich bei Google nicht entdecken konnte:

  • naturbelassen
  • hundefuttersortiment
  • hundepflege

Sind Sie mit der Keyword-Recherche zufrieden und haben eine Auswahl getroffen, können Sie den Artikel schreiben bzw. im Nachhinein überprüfen, ob Ihr Text die wichtigen Begriffe enthält. Danach kümmern wir uns um den nächsten Schritt, die Aufbereitung des Texts mithilfe der wichtigsten HTML-Befehle.

Teil 4: Die wichtigsten HTML-Befehle für die Suchmaschinenoptimierung ›